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Das Beißen ist die letzte Möglichkeit der Leguane nachdem alle Drohgebährden (Rückenkamm und Kehlwange aufstellen- abgeflachter Körper - Kopfnicken - Schwanz schlängeln oder auch peitschen - fauchen) dem Gegenüber unbeeindruckt lassen und er nicht weicht. Der Biss eines Leguans ist sehr schmerzhaft und endet überwiegend blutig. Meist attackiert der Angreifer weichere Teile seines Rivalen wie Bauchseite oder Oberschenkel. Leguanfreunde berichteten mir auch schon von komplett abgetrennten, herausgerissenen Hinterbeinen. Meist, wenn das angegriffene Tier wesentlich kleiner ist als dessen Angreifer. Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schmerzhaft und verwundbar solch ein Leguanbiss sein kann. Denn auch uns gegenüber kann es zu solchen Attacken kommen. Zum Beispiel wenn man versucht einen nicht handzahmen Leguan unter Missachtung seiner vorangegangenen Drohgebärden aus dem Terrarium zu nehmen. Typisches Beispiel: Man öffnet die Tür, er erschrocken, rennt aber diesmal nicht wie sonnst üblich weg sondern baut sich auf, schlängelt und schlägt letztendlich mit dem Schwanz aber die Hand kommt unaufhaltsam immer näher … Dann bleibt nur noch die letzte Verteidigungsstrategie … beißen. Und nicht mal eben bloß gezwackt, sondern richtig kräftig und dann bleibt das Maul, wie wir es auch von der Eidechse her kennen, verkrampft verschlossen und will sich nicht wieder öffnen. Und das sind Schmerzen kann ich euch sagen !! Mit seinen vielen Zähnchen, die man mit einem Eisensägeblatt vergleichen könnte, hinterlässt der ausgewachsene Leguan deutliche Spuren. Mir ist mal bei einer nötig gewordenen Zwangsfütterung der Holzspatel gebrochen mit dem ich das Maul in der geöffneten Stellung blockiert hatte und der Kumpel hat meinen Daumen erwischt. Ich glaub, ohne den Daumennagel wäre die Kuppe ab gewesen. Von der Daumenunterseite bis auf den Knochen! Hat ewig gebraucht, bis das verheilt war. Leider habe ich keine Fotos von damals. Um so mehr habe ich mich gefreut, dass ich im Netz bei meiner Recherche auf die Bilder von Henry Lizardlover gestoßen bin. Kurze Anfrage und Henry war damit einverstanden bei Nennung seiner Seite sie für meinen Bericht zu verwenden. Dies ist hiermit auch geschehen, danke nochmals. Abschließend möchte ich nur noch sagen dass ich keinesfalls Angst verbreiten will, sondern nur auf die Gefahr hinweisen möchte und euch bitte, respektvoll mit dem Leguan um zu gehen. Nähert sich euere Hand und er schlängelt den Schwanz, beginnt also mit Drohgebärden, sollte man lieber einen Rückzug machen. Schon alleine, um ihn irgendwann einmal an euch zu gewöhnen. (Bilder bis hierher: H. Lizardlover www.todaysplanet.com)
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