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Die Sache mit der Luftfeuchte
Auf den Forenseiten vieler Homepages wird die Verwendung von Sprüh, -Befeuchtungs- und Beregnungsanlagen diskutiert.
In keinem meiner beiden Terrarien brachte ich solch derartige Vorrichtungen zum Einsatz und dennoch lag meine Luftfeuchte tags über 65 % und nachts um die 80%.
Erreicht habe ich dies durch:
Da beide Tiere auch noch mehrmals am Tage ins Wasserbecken gehen brauche ich sie auch nicht mehr zu besprühen.
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Welches Pülverchen und welche Menge ?
Im Laufe meiner nun fast 5 Jährigen Leguanhaltung hab ich schon so manches Pülverchen ausprobiert. Teilweise Vitamine und Mineralien separat gekauft, abgewogen und zusammengemixt. Dann gab es wieder Produkte die meine beiden nicht mochten, ihr Fressen verschmähten und ich ihnen nur mit Hilfe von Tricks die nötige Dosis verabreichen konnte.( Pulver in gekochter Nudel getan, Süßkirsche entsteint und Pulver rein,auf Bananenscheibe usw.)
Seit nun schon zwei Jahren verwende ich das Nekton-Iguana. Es ist ein speziell für den grünen Leguan zusammengestelltes Aufbaupräparat mit 13 wichtigen Vitaminen, 18 reine Aminosäuren und Spurenelementen. Zu beziehen über jeden guten Zoofachhandel (siehe auch meine Shop-Seite) Preise : 35 g, ca 7,- € .
03.03.2002:
Bei M & S Reptilien jetzt auch als 700 g Packung für 53,- € erhältlich! Das Pulver lässt sich gut nach Gewicht des Tieres mit einem dazugehörenden Maß dosieren und stört geschmacklich meinen beiden nicht im geringsten. Aber wie schon erwähnt, kann das von Tier zu Tier schon wieder anders aussehen.
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Nähere Informationen über Produkte von Nekton finden sie auch unter: www.nekton.de Eine direkte Bestellung von dort aus ist ebenfalls im Angebot.
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Meine Erfahrungen zur stets wiederkehrenden Frage des „Zähmens“
Begonnen hatte alles 1997 mit zwei Leguanen welche Wildfänge und als wäre dies nicht schon schlimm genug, auch noch zwei Männchen waren.
Am Anfang war es besonders extrem. Ich konnte nicht einmal an das Terrarium herantreten ohne dass sie wie angestochen die Flucht ergriffen. Von Berühren ohne mit dem Schwanz gepeitscht zu werden, konnte lange nicht die Rede sein. Und ich hab mir wirklich viel Zeit genommen und viel Geduld mit ihnen gehabt.
Selbst nach drei Jahren ließen sie sich nur wiederwillig herausnehmen. Alleine hätten sie auch nie ihre Anlage verlassen. Aber ich konnte ja eigentlich noch froh sein, dass sie sich gegenseitig absolut in Ruhe ließen, ja es schien sogar, dass sie sich richtig mochten. Da ich Berichte von Terraristikfreunden kenne, deren Männchen regelrechte Kämpfe austrugen, konnte ich mit der Entwicklung meiner Tiere eigentlich recht zufrieden sein, bzw. hatte mich damit abgefunden, nie dieses Gefühl zu spüren wenn einem beim Öffnen der Scheiben der Leguan schon entgegenspringt.
Dann verstarb mir mein größeres Männchen (siehe Rückschläge) und ich bekam zu meiner größten Freude die wunderhübsche Leguandame Charlie zu dem verbliebenen ,noch„scheuen“ Männchen. Beide paarten sich auch sofort und Charlie legte im Frühjahr 2001 bei mir erstmals ihre Eier( siehe Paarung)
Und nun trat der Effekt ein, von welchem ich eigentlich berichten wollte. Die Charlie war genau das, was man leichtfällig als zahm bezeichnet. Sie frisst aus der Hand, klettert beim öffnen der Scheiben über mich herunter zum Boden, dreht dort ihre Runde und kehrt dann wieder zurück. Dies hat sich mein damaliger scheuer Oskar einige Male angesehen und dann ganz mutig selbst getestet. Es dauerte wirklich keine 6 Monate und er zeigt fast die gleichen „zahmen“ Verhaltensweisen wie meine Charlie.
Ich musst ihn dann leider wegen seines kleinen Wuchses tauschen und bekam das anfangs auch absolut scheue Leguanmännchen Teufel. ( Namen bekam er von meiner Tochter) Bei ihm war gleiches zu beobachten. Unwahrscheinlich schnell verlor er seine Furcht und tritt jetzt genau so „frech“ wie die Charlie auf.
Was ich abschließend dazu sagen möchte. Wer die Möglichkeit hat, sich zu seinen bisherigen noch scheuen Tieren eine „zahme“ Nachzucht hinzuzugeben, wird sicherlich auch recht schnell mit den von mir beschriebenen “zahmen” Eigenschaften aller Tiere belohnt werden.
Einige Grundregeln die ich mir gemacht habe, sollten trotzdem nach wie vor beachtet werden:
- dem Tier nie seitlich oder gar von hinten mit der Hand nähern,
- wenn es sich beim Nähern „aufbaut“ oder der Schwanz sich auch nur leicht zu bewegen beginnt, lieber den Kontaktversuch abbrechen.
- mit ruhiger, leiser, monotonen Stimme sprechen,
- wenn sie noch scheu sind, beim Terrireinigen einfach keinen Blickkontakt zu ihnen halten. So als würden sie die Tiere gar nicht entdecken. So fühlen sie sich in Sicherheit.
- sich nicht unbedingt vor einem geplanten Terrisäubern oder ähnlichem zu deodorieren, da ein Wohlriechen unsererseits nicht unbedingt den gleichen Eindruck auf das Tier machen muss. Es kann den Leguan sogar erst recht zur Aggression veranlassen!
Den folgenden Satz kennen sie sicher schon zur genüge von meiner Homepage. Aber ich schreib ihn trotzdem gerne wieder. Also, sollten sie noch weitere Hinweise zu diesem Thema des „Zähmens“ haben, würde ich mich über eine Meldung von ihnen sehr freuen.
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Was kostet es überhaupt einen grünen Leguan zu halten ?
Die Frage von Mario, gestellt am 6. Jan. 2002 im Forum der Leguanwelt veranlasste mich sie und meine Antwort darauf hier zu veröffentlichen.
“Ich interessiere mich schon seit mehreren Jahren für Reptilien, insbesondere für den Grünen Leguan (iguana- iguana). Ich bin 14 Jahre alt und möchte mir in einigen Jahren ein Pärchen zulegen. Was kostet so ein Terrarium mit allem ca. ? Was kostet die Nahrung für die Tiere ca. im Monat? „
Hallo Mario.
Über deine Frage habe ich mich sehr gefreut. Leider wird sie zu selten gestellt. Dabei gibt ihre Antwort den Aufschluss darüber, ob ich überhaupt in der Lage bin solch ein faszinierendes Reptil über dessen gesamten Lebenszeitraum artgerecht zu halten. Kann ich die Verantwortung für das Tier übernehmen? Darum laß mich bitte etwas weiter ausholen.
In den meisten Zoofachgeschäften wird es einem recht leicht und billig gemacht solch einen jungen Iguana zu erwerben. Er kostet kaum über 50 € und bedarf in der ersten Zeit auch noch nicht allzu viel Platz . Da reicht ein kleines, hübsch eingerichtetes Glasterrarium, eine Heizmatte, Wasserschale, ein Spot für den Sonnenplatz und einen zur UVA/B Versorgung, eine wenig Pülverchen und man kann sich Leguanhalter nennen.
Ruck zuck ist dann jedoch ein Jahr vorüber und aus unserer niedlich kleinen, schreckhaften Echse ist ein aufmerksamer, junger grüner Leguan von bis zu 20 cm geworden. Wohlgemerkt, Kopf-Rumpflänge. (KRL) Mit Schwanz gemessen dürfte die Gesamtgröße nun bei 60-80 cm liegen. Spätestens jetzt sollte unser Freund aus seinem Gefängnis befreit werden und für so machen tauchen plötzlich Fragen auf wie:
- Wohin mit einer großen Anlage?
- Wie baut man so etwas und was kostet die Unterhaltung?
- Macht da mein Vermieter eigentlich noch mit?
Ich möchte nun hier an dieser Stelle einige nüchternen Zahlen aus meinen Terrarienalltag aufführen um die Größenordnung von der nun die Rede sein wird etwas zu verdeutlichen. Sie sind mit Sicherheit nicht vollständig und fallen bei jedem Hobbyfreund anders aus. Jedoch nicht unbedingt günstiger.
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Materialkosten meiner Anlage
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1200, -€
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Bauzeit, täglich nach Feierabend
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3 Monate
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Täglicher Stromverbrauch
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5 KW
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Jährlicher Wasserverbrauch
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1500 Liter
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Halbjährlicher Tausch von 2 Iguana-Light Röhren
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a = 25,- €
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Futterkosten über die Wintermonate/ jährlich
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70,- €
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Kosten für Vitamin und Mineralienanreicherung/ jährlich
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150,- €
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Tierarztkosten / jährlich
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80,- €
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Mit meinen derzeitigen Tarifen gerechnet ergeben sich somit finanzielle Leguan-Haltungskosten (ohne Baukosten) von ca. 102, - € monatlich.
Neben diesen Kosten gibt es nun noch den nicht weniger wichtigen Aspekt des zeitlichen Aufwandes.
Insgesamt würde ich sagen, verbringe ich täglich eine dreiviertel Stunde direkt am bzw. im Terrarium. Vom Reinigen der Anlage bis zur Pflege der Tiere. Vom Entfernen der Hautresten über eine eine kurze Massage bis hin zum „Gespräch“. Alles eigentlich schon recht rituell.
Sicher hab ich noch eine Menge kleinerer Posten vergessen. Aber darum geht es im einzelnen auch nicht. Eine gewisse Vorstellung kannst du dir nun sicher machen und abwägen, ob es die richtigen Tiere für dich sind für die du ein Leguanleben lang die Verantwortung übernehmen kannst. Und dies könnten durchaus 18-20 Jahre werden.
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20.10.2003 Männchen oder Weibchen ?
Mit folgenden Sätzen und Bildern möchte ich versuchen auf diese immer wieder kehrende Frage antwort zu geben.
Die Ausprägung der Femoralporen und die Wölbung der Hemipenistaschen an der Schwanzwurzel sind meiner Meinung nach die markantesten und sichersten Merkmale bei der optischen, äußeren Geschlechtsbestimmung.
Zu erkennen sind sie aber erst ab ca. dem 2.Lebensjahr.Vorher kann man noch keine eindeutige Aussage treffen. Die Bestimmung beim TA oder Händler durch Sondierung sei hier nur am Rande erwähnt. Da sie beim Tier schwerste Verletzungen hervorrufen kann rate ich dringend davon ab.
Erwähnt sei noch die „Spiegelmethode“ bei der nach Berichten männliche Leguane teilweise sehr aggressiv auf ihr Spiegelbild reagieren.
Die Bilder rechts hab ich alle aus dem Netz gesammelt und hoffe dabei keinen Copyright verletzt zu haben. Außerdem bin ich an weiteren Bildern zur Geschlechtsbestimmung interessiert.
Ungefähre Durchmesser der Femoralporen:
1 Jahr alt, Porengröße von Männchen und Weibchen fast noch identisch. Männchen 0,9-1 mm, Weibchen 0,7-0,8 mm.
1,5 Jahre, Männchen 1,3-1,5 mm, Weibchen bleibt bei schwacher, flacher Ausprägung mit 0,7-0,8 mm.
2 Jahre, Männchen mittlerweile bei 1,5-1,7 mm. Unterschiedlichste Ausprägungen. Von flach bis „Saugnapfähnlich“ .
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23.09.2005 Transport eines Leguans von Roy Lehmann
“Mit diesem Artikel möchte ich eine Möglichkeit für den Transport eines Leguans beschreiben.
Wir hatten nach unserem Pech mit dem ersten, eine Abgabe aus Flensburg signalisiert bekommen. Das sind von Halle ca. 520 km Fahrt und zurück natürlich.
Auf Anraten vom Jens habe ich mir eine Teppichaufwickelrolle vom Baumarkt besorgt und sie auf ca. 1,30 m eingekürzt. Weiter habe ich den Rest vom Lochblech für die Belüftung des Terrariums als Abdeckung für eine Seite verwendet. Ich habe das Blech so zu geschnitten und gebogen, dass zwei kleine Flügel stehen bleiben. Sie sollen bewirken, dass sich die Rolle beim Transport oder sonst nicht bewegen, sprich wegrollen kann und das Tier in Panik gerät. Dieses Unikum dann nur noch mit kräftigem Isolierband festgeklebt. So hat das Tier keine Möglichkeit zum Entweichen, aber zum Gucken und Atmen. Die andere Seite haben wir mit einem Stoffballen ausgestopft. Da er mit dem Kopf nach vorn eingeparkt wird, sich nicht drehen kann (abhängig von der Größe natürlich), gibt es da keine Probleme. Die Schließung kann jeder anders gestalten. Nach dem wir nun angekommen, den Neuen begrüßt und mit einigen Schwierigkeiten aus dem Terrarium hatten, musste er seine Reiserolle beziehen. Während der Fahrt auf der Rückbank hörten wir nur das Kratzen, öfter das Spucken. Aber er konnte sich kaum bewegen und da alles sozusagen rund in der Röhre ist, auch nicht wehtun. Gut und ohne Unterbrechung zu Hause angekommen, rutschte er sozusagen rückwärts raus in sein neues Heim. Ohne Kratzer oder Blessuren. Er kann es zwar nicht mitteilen, aber offensichtlich hatte er keine Probleme. Warm war es genug, Verpflegung gab es vor- und hinterher und so waren die 5 Stunden in der Transportkiste sicher nur ein Erlebnis und kein Stress. Nach ca. 10min abwarten überwiegt dann die Neugier und dann gings an das Erkunden. Zu sehen auf meiner Homepage.”
Halle, 20.9.05 geschrieben: Roy
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