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Gabi, Datum:20.01.04 12:55
Hallo Rosie, hallo Pythagora, vielen herzlichen Dank für Eure Beiträge! Die ersten Reaktionen der Leguane sind (für diese beiden) typisch: Stillhalten, Gummiechse spielen, wenn ich mich nicht bewege, sieht man mich nicht, und die Augen beharrlich auf Mäuschen (die Katze) gerichtet. Sie machen sich aber nicht flach und drücken sich auch nicht seitlich weg. Spaziergänge außerhalb des Terrariums bleiben aus und gegessen wird auch erstmal nicht, mit Ausnahmen. Lieblingsspeise Kohlrabiblatt wird trotzdem - wenn auch mit Zögern - genommen und Charlie hat zumindest gegessen, als ich ihr das Essen direkt vor die Nase legte. Demnach kann's nicht so schlimm sein. Das Größenverhältnis von Leguanen zu Katze ist etwa 1:1. Die Katze wiegt jetzt 2600g, die Leguane je ca. 3000g. Wir werden sehen, wie lange das anhält. Ich halte es für gut, wie Rosi sagst, die Tiere in der Anfangszeit nicht direkt zusammenzulassen. Mäuschen findet die Leguane sehr spannend. ALs ich am Terri am Hantieren war, hing Charlie's Schwanz raus. Sofort kam Mäuschen angelaufen und wollte damit spielen :-} habe ich aber nicht zugelassen. Katzenfutter bekommen die Leguane natürlich nicht (ist nicht immer klar, weiß ich...) Mäuschen hat aber mal die Pellets der Iguanas probiert. Pythagoras Info beruhigt mich auch sehr. In der Vergangenheit haben wir schon viel gemeinsam durchgemacht - die Leguane und wir Menschen. Dann wird die Gewöhnung an das neue Familienmitglied auch klappen. Vielen Dank noch mal und Euch und den Tieren alles Gute von Günter, Gabi, Sam, Charlie und Mäuschen
Antwort von Jens Papenroth, Datum:21.01.04 10
Hallo Gabi, wünsche dir ebenfalls viel Erfolg beim Projekt „Charlie, Sam und Mäuschen“. Vielleicht bekomme ich ja auch schon bald von dir ein Bild ähnlich dem Bild der Woche 28/ 2003. Liebe Grüße vom Jens.
Gabi Datum:21.01.04 21:28
Hi Jens! Wir arbeiten daran! Wenn es nach Mäuschen ginge, wäre sie schon längst im Terrarium eingezogen. Sam und Charlie waren nach mittlerweile geschlagenen 6 Tagen auch mal wieder auf dem Klo und heute war der erste Tag, an dem die Echsen insgesamt etwas gelassener reagiert haben. Nach dem heutigen Abend bin ich zuversichtlich, daß es klappt. Aber trotzdem stelle ich mich wieder auf das Thema "Geduld, Geduld, Geduld und Geduld" ein. Wie Leguane eben so sind. Herzliche Grüße aus dem grauen, nassen und kalten Leiferde - brrrrr Gabi
Antwort von Christian, Datum:24.01.04
Hallo, ich habe auch 2 Katzen. Anfangs waren sie natürlich neugierig, nun sitzt die eine gelegentlich davor, und die andere springt sogar aufs Terra(2,10m !) setzt sich oben am Lüftungsschlitz hin, und dann schauen sich beide an und beobachten sich. Zusammen lasse ich sie natürlich nicht. Aber mein Iggi reagiert auch nicht panisch oder Ängstlich. Christian
Gabi, Datum: 28.01.04 21:43
Hallo! Vielen Dank auch an Christian für seinen Beitrag! Gerade habe ich noch mal meinen Satz gelesen: "Nach dem heutigen Abend bin ich zuversichtlich, daß es klappt. Aber trotzdem stelle ich mich wieder auf das Thema "Geduld, Geduld, Geduld und Geduld" ein. Wie Leguane eben so sind." Pah! Von wegen! Die Grünen waren am Montag Nachmittag, als ich von der Arbeit kam, quietschfidel und wollten (endlich) mal wieder aus dem Terrarium heraus. Gott sei dank! Also Tür auf, Leguane raus. Sam wanderte schnurstracks auf die Rückenlehne des 2-Sitzersofas. Günter sagte dann, daß wir Mäuschen eigentlich jetzt dazu lassen könnten. Wenn die Leguane im Zimmer sind, haben sie genügend Platz und Bewegungsfreiheit, um bei Bedarf zu flüchten oder auch mal mit dem Schwanz zu schlagen, ohne daß sie sich dabei verletzen. Das Argument war durchaus angebracht. Die Katze ist sehr vorsichtig, überhaupt nicht aggressiv oder herscherisch und sie ist sehr neugierig. Letzteres ist eine Eigenschaft, die sie mit den Leguanen teilt.
Wir wagten es und holten Mäuschen ins Zimmer. Dann saßen wir mit großen Augen und offenen Mündern da. Mäuschen lief abwechselnd von einem zum anderen Leguan und beschnupperte sie ausgiebig; die Füße, die Beine, den Bauch, Mund, Nase, Augen und beim Kehllappen mußte sie auch mal "anfassen". Fand sie toll, denn der Lappen schaukelte und sie hätte ihn auch gern mal gekostet - nun, davon haben wir sie abgehalten.
Die Leguane setzten sich in Drohposition. Den Körper hochkant abgeflacht und schräggestellt. Den Kehllappen voll aufgespannt. Mäuschen hat die Gebärden offenbar verstanden, wich zunächst zurück, um ihre Annährungsversuche dann ganz sachte fortzusetzen. Sam und Charlie verharrten in ihrer Droh-Position und ließen die Beschnüffelung durch Mäuschen ruhig über sich ergehen. Wenn Mäuschen in den Gesichtern der Echsen schnupperte, schlossen sie einfach die Augen.
Wenn sich die Katze von den Leguanen entfernte, verhielten sich die Echsen wieder völlig normal, so wie wir sie auch kennen und so, als gäbe es überhaupt gar keine Katze.
Eine Weile begegneten sich Sam und Mäuschen auch auf dem Fußboden. Sam hat dabei darauf geachtet, daß sie Mäuschen immer im Blickfeld hat. Einen Moment lang war es für Sam nicht so günstig auszuweichen, da hat sie dann mit dem Schwanz gedroht, aber nicht geschlagen, sie hat ihn nur ein paar Mal hin und her geschwenkt. Die Katze reagierte, indem sie sich zurückzog.
Zu guter letzt trafen sich Sam und Mäuschen noch auf dem Fensterbrett, auf dem sie sich gegenüber saßen und gegenseitig (!) beschnupperten. Die Katze schnupperte an Sam's Mund und Sam schnupperte in Leguanart mit der Zunge zurück und tappte ein paar Mal auf Mäuschens Nase.
Mäuschen hat sich bei ihren Annäherungsversuchen immer so verhalten, daß sie "von unten" ankam. Bei Charlie war das einfach, denn sie saß auf der vorderen Kante des Terrariums und Mäuschen auf dem Stuhl davor, der somit tiefer stand als Charlie's Position war. Beim Treffen mit Sam auf dem Fußboden hat sich Mäuschen vorne geduckt oder hingelegt, so daß sie Sam nicht von oben (auf dem Kopf) beschnupperte, sondern von unten (Unterkiefer). Niedlich und friedlich ist diese erste Begegnung zu Ende gegangen. Keine Barrieren mehr. Keine Furcht mehr bei mir. Nie hätte ich gewagt daran zu denken, daß unsere Leguane sich so schnell wieder normal verhalten und eine Live-Begegnung zwischen Leguanen und Katze konnte ich mir noch nicht mal vorstellen. Nochmals vielen Dank für Eure Beiträge! Für das nächste Mal habe ich mir fest vorgenommen, den Photoapparat einsatzbereit in der Nähe zu haben. Die Katze ist ja noch nicht ausgewachen und zur Zeit ist das Größenverhältnis zu den Leguanen tatsächlich fast 1:1. Alles Gute für Euch und Eure Tiere und herzliche Grüße von Günter, Gabi, Sam, Charlie und Mäuschen
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