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Auch darüber sollte man berichten !

Leider gibt es immer wieder Erkrankungen oder gar Todesfälle deren Eintreten absolut überraschend und kaum zu erklären sind. Mir sind langjährige Leguanhalter bekannt, denen es so ergangen ist und die schon kurz davor standen aufgrund dieser Rückschläge ihr Hobby aufzugeben.

Ist  ein solches Ereignis allerdings durch Unkenntnis zustande gekommen, sollte man jetzt wenigstens Verantwortungsbewusstsein zeigen und einen Fehler in der Haltung auch eingestehen.

Bei Todesfällen ohne offenbar sichtlichen Grund ist eine tierärztliche Obduktion zu empfehlen.  Zum einen, um eventuellwertvolle medizinische Erkenntnisse zu gewinnen und zum anderen, damit die Ansteckung anderer im Bestand befindlicher Tiere vermieden bzw. behandelt werden kann.

Mir ist Anfang 2001 mein größeres Männchen nach langer Krankheit gestorben. Und daran war ich sicher nicht ganz unschuldig. Es hatte seit einem halben Jahr die Gicht,  welche ich täglich mit Allopurinol oral behandeln musste.

Erst beim Auftreten der Krankheit ( Ablagerungen von Kristallen in den Gelenken und somit kaum noch bewegungsfähig) habe ich mich mit deren Entstehung befasst und so von der Vorbelastung unserer Leguane dahingehend erfahren. Auf den Fotos sind die Ablagerungen recht deutlich zu erkennen. Auf dem Röntgenbild sah man diese Kristalle als weiße Punkte.  Mehr Infos zur Gicht bekommen sie hier.  Jedenfalls um hier nicht allzu viel Angst zu verbreiten, bei abwechselungsreicher Kost passiert absolut gar nichts. Da meine beiden aber für ihr Leben gern Feldsalat fraßen haben sie natürlich auch immer diesen bekommen. Man meint es ja gut mit seinen Lieblingen. Denkste, denn gerade dieser Feldsalat steht recht weit oben auf der Purintabelle. Vielleicht ist mein Tier damals auch gestorben weil, bedingt durch seine  eingeschränkte Bewegungsfreiheit sich mein bis dahin kleineres, benachteiligtes Männchen begann ihn zu bearbeiten. ( Beißen, durch die Anlage scheuchen, nicht mehr fressen lassen usw.) Da die Heilung von Gichtfällen beim Leguan als eher unwahrscheinlich gilt, hätte mein Männchen sein Leben lang mit der täglichen Verabreichung seiner Medizin rechnen müssen. Dieser Umstand und dass ich wenige Tage später mir ein stattliches Weibchen aus Hannover holen konnte, ließen mich den Schmerz über den Verlust einigermaßen überwinden.  Ich bin jedenfalls nun etwas schlauer und biete nur noch abwechselungsreiche Kost an.                                                                   Weitere Informationen über Krankheiten, deren Behandlung und Vorbeuge finden sie auch in ausgewählten Büchern, die sie aus meiner Bücherecke heraus direkt bestellen können.

06.11.2001

Abgerissener Schwanz (1).   Ein Bericht von Gabi Okner.       

Weil ich nicht richtig aufgepasst habe, hat unsere damals etwa 3jährige Legu-Dame Sam ca. 40 - 45cm Schwanz eingebüßt. Meine Tierärztin riet nichts weiter zu machen, da es auch kaum geblutet hatte. Zur Desinfektion und leichtem Schutz benutzte ich nach Rücksprache mit der Tierärztin Silberspray, das ich schon wg. einer anderen Verletzung der Legus von ihr bekommen hatte.
Nach 10 Wochen fielen die Muskelfasern einfach ab und die Fläche war ganz glatt und schwarz. Nach einer weiteren Woche, begann das Regenerat zu wachsen.                                                             

22.02.2002

Abgerissener Schwanz(2) oder: die Courage des Willi Brouwers.

Es sind insgesamt 23cm nachgewachsen. Einige Tage, nachdem das Wachstum aufgehört hatte, bekam der Schwanz Struktur. Er ist jetzt schwarz, strukturiert und passt sich dem Original gut an. Er funktioniert auch ganz gut.

17.03.2002

Von Milben gezeichnet

Nicky, alias Mondkind, trat im Februar mit diesen Bildern an mich heran und bat um Hilfe für ihren 4jährigen Leguan. Eigentlich wollte sie Giger nur nach seiner Befreiung aus einer miserablen Haltung aufpäppeln und einen neuen guten Platz für ihn suchen, hat sich dann aber voll in ihn verguckt. Nach Veröffentlichung der Bilder auf meiner Umfrageseite gingen die meisten von einer Verbrennung aus.

Bei dem anstehenden TA Besuch wurde jedoch aber festgestellt, dass es sich nicht um Verbrennungen handelt, sondern Giger als Jungtier furchtbar vielen Milben über längere Zeit ausgesetzt gewesen sein musste.                   

Der TA meinte, normalerweise überstehen Leguane einen dermaßen großen Milbenbefall in den wenigsten Fällen.
Wären es Verbrennungen, hätten sich die Schuppen nicht nachgebildet. Giger kann damit auch alt werden, evtl. muss man bei den Häutungen etwas intensiver nachhelfen.
 

Weil durch die Milben die Zehen teilweise abgestorben sind, und ihm ja auch Krallen fehlen, sollte sie in seinem Terrarium Äste mit viel Borke verwenden, damit er leichter Halt findet.

25.03.2002

Die Legenot bei Leguanen ist ein  schwerwiegendes und leider auch recht häufig auftretendes gesundheitliches Problem.                              Ursachen hierfür können sein: unzureichende Haltungsbedingungen, ungeeignete bzw. nicht angenommene Eiablageplätze aber auch generelle Schwächung des Tieres durch eine andere Krankheit oder Stress. Anzeichen von Legenot erkennt man, wenn das sichtbar trächtige Weibchen nach einer Phase von verhaltener Futteraufnahme wieder dazu übergeht normal zu fressen. Wird nun nichts unternommen, kann dies durchaus bereits nach vier Wochen den Tod des Tieres bedeuten. Im Gegensatz zu unfertig entwickelten Eiern im Frühstadium die bei ungünstigen Haltungsbedingungen vollständig zurückgebildet werden können, verfaulen die fertigen, beschalten Eier und verkleben sich mit den Wänden des Eileiters.                                   Auf jeden Fall sollte bei Verdacht einer Legenot oder bei Überschreitung des errechneten Ablagetermins ein fachmännischer TA aufgesucht werden!

Auch nach erfolgreicher Eiablage schafft eine Röntgenaufnahme Klarheit ob alle aus dem Körper heraus sind. Kann mit Hilfe eines TA die Eiablage trotzdem nicht normal eingeleitet werden, müssen sie von ihm durch einen operativen Eingriff entnommen werden.

So geschehen bei Leguandame Cäsar non Willi Brouwers aus Düren. Er hat mir auch freundlicherweise das Bildmaterial zur Verfügung gestellt (Durch Klicken des gelb umrandeten Aktionsbildes wird eine externe Seite mit weiteren Bildern geöffnet)

Seine zweijährige Leguandame hatte das Graben eingestellt und war wieder zum normalen Terrarienalltag übergegangen. Darauf hin hat Willi einen erfahrenen TA aufgesucht der nach erfolglosen Einleitungsversuchen die Eier operativ entfernt hat. Ihm wurde auch durch den TA mitgeteilt, dass mit erst zwei Jahren eine normale Eiausbildung und deren Ablage kaum Möglich sei und Cäsar ohne diesen Eingriff an Legenot verstorben wäre.

Abschied von Charlie.                   Dessau den 9.8.2002

Liebe Leguanfreunde.

Ich hätte sonnst was dafür gegeben keinen weiteren Bericht aus meiner eigenen Haltung in dieses Kapitel  schreiben zu müssen. Über einen weiteren Todesfall schon gar nicht.Aber die Realität sieht leider nüchterner aus. Begonnen hat der 8. August 2002 für mich mit einen schockierenden Anruf und jeder Menge Tränen.

Mein ganzer Stolz, meine allerliebste Leguandame, Sarahs beste Freundin, unsere aller Charlie ist gestorben. Nun ist bereits ein Tag vergangen, der Schock hat sich etwas gelegt, Charlie ist begraben aber die Trauer bleibt. Ich möchte euch nun von Charlies letzten beiden Tagen bereichten, die eigentlich recht zuversichtlich begonnen hatten.

Am 7.8 02 hatte ich mit Charlie wegen einer befürchteten innerlichen Reorbation der Eier einen Termin in der Poliklinik für Vögel und Reptilien Leipzig. Die Adresse habe ich aus Stefans TA Verzeichnis. Die Anke war so lieb mich zu begleiten und kannte bereits die Klinik.  So stand ich Punkt 10 Uhr vor der Tür, in der Hand die Reisetasche mit "scharrender" Charlie.

Da in der Sprechstunde gerade mehrere Studentinnen zugegen waren hat der TA Herr Stief  seine ersten optischen Eindrücke und Auffälligkeiten von Charlie auch für mich recht verständlich geschildert. So wurde eine Entzündung der Rachenhöhle festgestellt was schon auf einen inneren bakteriellen Befall hinweisen kann. Zwei fachgerechte Röntgenaufnahmen bestätigten dann auch die Notwendigkeit eines operativen Eingriffs. Bei Charlie schien es sich um eine Follikelretention zu handeln. Ich entschied mich für eine Entnahme der Follikel zusammen mit den Eierstöcken. Eigentlich eine ganz normaler Eingriff. Charlie wurde auch gleich da behalten und für den Nachmittag die OP angesetzt. Herr Stief meinte, dass wenn alles gut verläuft und die Medikamente gegen die Entzündung gut anschlagen, ich meine Charlie spätestens in 14 Tagen wieder mit nach Hause nehmen könnte.                                                                               War schon komisch so unvorbereitet ohne meine Charlie wieder nach Hause zu fahren. Aber hier wussten wir sie ja in den besten Händen aufgehoben.

Donnerstag 8.8.02 9.00 Uhr Morgens.

„Tierklinik Leipzig, Herr Papenroth wir müssen ihnen leider mitteilen, dass der Leguan die OP nicht überstanden hat“  …Schock… Schweigen…Tränen…

Dann kamen leider gleich einige Fragen und Hinweise die mir deutlich zeigten, dass meine Charlie für den TA nur ein Tier war was eben halt leider verstorben ist. Es wurden noch einige hilflose Versuche seitens des TA unternommen Mitleid zu zeigen, der Hinweis auf die von mir geleisteten Unterschriften zum Haftungsausschluss angeführt und abschließend die Frage zur Entsorgung! von Charlie gestellt.

Ich konnte mich wieder voll auf  Anke verlassen und wir sind sofort nach Leipzig gefahren um Charlie nach Hause zu holen. Im Warteraum vor anwesenden Tierbesitzern bekam ich Charlie in einem blauen Plastiksack überreicht.

Im anschließenden Gespräch mit Herrn Steif schilderte er uns einen problemlosen OP Verlauf. Die schon leicht grünlichen Follikel sowie die Eierstöcke wurden entnommen, Fett verabreicht und Charlie wieder verschlossen. Wieso sie nun aus der Narkose nicht wieder erwacht ist, kann er so nicht sagen. Ist sie friedlich eingeschlafen oder innerlich verblutet? Um dies endgültig zu klären, müsste man sie weiter untersuchen lassen, was aber für mich nicht in Frage kam.

Meine Frau und ich haben Sarah versucht zu erklären was wir eigentlich selbst gar nicht begreifen können. Charlie hat einen wunderschönen Ruheplatz gefunden und wird so stets weiter bei uns sein. Ich muss auch ganz ehrlich gestehen, wenn ich den Teufel nicht in der Anlage sitzen hätte wäre der 8. August der Tag gewesen an dem ich mich von der Leguanhaltung verabschiedet hätte. Ich glaube jeder der einen solchen Verlust leider auch schon erleben musste kann mich verstehen.

Nun bin ich wieder auf der Suche nach einer geeigneten Partnerin für Teufel. Ich hoffe dass der zweite Sonnenplatz nicht lange frei bleibt.

Traurige Grüße aus Dessau von euerem Jens.

25.6.2003

“Leguandrama”   ein Bericht von Frank Hellweg.

Vorige Woche bekam ich von Frank die traurige und sogleich auch erschütternde Mail zugesandt in welcher er seinen letzten TA Besuch mit krankem Leguanmännchen Stan beschreibt.

Mit seinem Einverständnis habe ich diese Schreiben fast unverändert hier in dieser Rubrik aufgenommen.

Bitte klicken sie auf das Textordner-Symbol und es wird sich wie gewohnt ein Textfenster öffnen.

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8.11.2006 Schwanzende ab       ein Bericht von Willjo

“Hallo Leguanfreunde,
habe ne traurige Nachricht . Als ich heute von meiner Arbeit kam, sagte meine Frau das der Daggi ein Stück Schwanz fehlt. Ich sofort ins Terri und habe das Stück von 20 cm gefunden es hing zwischen Brett und Wand. Da ist ein Spalt von etwa 0,5 cm. Ich weis nicht wie es passiert ist, aber irgendwie ist der Schwanz hängen geblieben, und sie hat wahrscheinlich Panik bekommen ....boahh ich habe ne saumässige Wut auf mich, so eine blöde Falle zu bauen habe sofort die ganze Brettlänge mit Acryl dichtgemacht.
Es ist zwar nicht so dramatisch, aber ich bin darüber sehr wütend und traurig zugleich.“

Gruß vom
Willjo                                                            

1.2.2007 Regenerat beginnt zu wachsen

Willjo hat mir aktuelle Bilder geschickt von seiner Daggi. 10 Wochen ist es nun her dass sie ihr Schwanzende verloren hat. Deutlich ist zu erkennen dass sich ein Regenerat bildet. Es wird nie wieder der gleiche schöne Schwanz werden, aber mit etwas Glück kann auch solch ein Regenerat an Länge gewinnen. Dazu hier mal ein Bild von meiner “Prinzessin. Ihr nachgewachsener Schwanz ist immerhin 20 cm lang geworden. Sieht auch gar nicht sie schlecht aus. Nur die alte, verknorpelte Bruchstelle erinnert noch an den Unfall. Wann dieser war, kann ich leider nicht nachvollziehen da ich Prinzessin schon so vor Jahren bekommen übernommen habe. Und da sah sie noch schlechter aus !! Offener Rücken, keinerlei Kamm und völlig verstört. Ich dachte damals, sie macht eh nicht mehr lange. Aber heute ist sie die Liebste im Terrarium, absolut zahm, Rücken verheilt, sogar wieder leichter Kamm und behauptet sich unter den anderen Leguanen.

geschwollene Gelenke
angeschwollenes Kniegelenk
diche Gelenke auch an den Pfoten
Abgerissener Schwanz
Nachgewachsenes Regenerat.
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von Milben gezeichnet
von Milben gezeichnet
von Milben gezeichnet
von Milben gezeichnet
Legenot
Klickaktion: weitere große Bilder
In Leipzig vor der Tierklinik.
Eingang zur Poliklinik.
Anke Flohr im Wartezimmer.
So hab ich Charlie zurück bekommen.
Die eigentliche OP war erfolgt.
Charlies letzte Ruhestätte bei uns im Garten.
Stan
Willjos Daggi mit  beginnenden Schwanznachwuchs
meine Prinzessin mit Regenerat
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